Bundesdatenschützer Peter Schaar hat die neuen Befugnisse der ITSicherheitsbehörde
BSI als zu weitgehend bezeichnet.
Er kritisiert die Ermächtigung des Bundesamtes, die gesamte Sprach- und Datenkommunikation aller Unternehmen und Bürger mit Bundesbehörden abzuhören und auszuwerten.
Insbesondere soll das BSI, dessen Vorgängerbehörde in den 1950er Jahren als
geheime Dienststelle des Bundesnachrichtendienstes für Ver- und
Entschlüsselungstechnik zuständig war, erheblich stärker als bisher E-Mails
nach Schadprogrammen durchsuchen können, den Zugriff auf Server mit Malware
blockieren und die Protokolldateien der Bundesnetze auswerten können.
Schaar sieht den Gesetzentwurf kritisch. "Ich erkenne das mit dem
Gesetzentwurf verfolgte Ziel, die IT-Sicherheit zu verbessern, durchaus an.
Dies darf aber nicht auf Kosten des Datenschutzes gehen."