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  NEWS ARCHIV:

08.03.2010
Wirtschaftsspionage aus China

01.03.2010
Diebstahl in der Polizei Kaserne

15.01.2010
Verfassungschutz sieht hohes Risiko

02.10.2009
Betrüger nutzen Daten von Facebook, studivz und Co

23.09.2009
China-Spionage in Salzburger Firma

20.09.2009
Milliardenschaden: Schutz vor Datenklau

22.05.2009
Einbrecher observieren Wohnungen

11.05.2009
Siemens ist neuer Partner der VGM Security

10.04.2009
400 Mio Schaden durch Wirtschaftsspionage

06.03.2009
Lagebericht zur IT-Sicherheit

26.02.2009
Kasachstan-Spitzelaffäre weitet sich aus

24.02.2009
BSI Deutschland darf gesamte Bürgerkommunikation m

19.02.2009
Immer mehr Spionage in der Wirtschaft

10.02.2009
Energiepolitik ausspionieren



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Verfassungschutz sieht hohes Risiko

Verfassungsschutz sieht hohes Risiko Nach dem Angriff chinesischer Hacker auf den US-Internetriesen Google wird klar, dass auch deutsche Unternehmen vor Online-Industriespionage aus China nicht sicher sind. Der Verfassungsschutz warnt: Besonders mittelständische Unternehmen geraten ins Visier der Datenspione.BERLIN. Deutsche Sicherheitsbehörden schätzen das Risiko für deutsche Firmen als "hoch" ein, in Deutschland von chinesischen Bürgern ausspioniert zu werden. Wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungsschutzes (BfV) dem Handelsblatt bestätigte, sind insbesondere die heimlichen Internetaktivitäten der Chinesen seit 2005 gleichbleibend stark. Experten schätzen den Anteil chinesischer Industriespionage auf 60 Prozent. Hintergrund ist das von der chinesischen Regierung verordnete Ziel, bis 2020 mit westlicher Spitzentechnologie gleichzuziehen.Deshalb sieht der Verfassungsschutz insbesondere mittelständische Unternehmen mit innovativer Spitzentechnik als primäre Zielobjekte chinesischer Ausforschungen an. Wie umfangreich die in Deutschland lebenden rund 30 000 Chinesen - Staatsangestellte, Diplomaten, Techniker, Professoren, Studenten - in das staatliche Ausforschungsprogramm und die Aktivitäten diverser Geheimdienste eingebunden sind, kann das Amt nicht einschätzen. Belastbare Zahlen über die Zahl der Fälle und der Schadenshöhe gibt es nicht. Die Geheimdienste tappen weitgehend im Dunkeln.Die Dunkelziffer ist hoch. Zwar wird deutschen Unternehmern vom Amt strikte Vertraulichkeit zugesichert, wenn sie Hacker oder andere Ausspionierungsfälle melden. "Allerdings sind die Firmen bei der Meldung von Vorfällen aus Angst vor Imageschäden sehr zögerlich", bedauert das Kölner Amt.Vor allem aber merken die meisten Unternehmen gar nicht, wenn ihre Computer angezapft werden und Informationen abfließen. Meldungen wonach die 30 000 Chinesen in Deutschland als Informationsbeschaffer oder gar Wirtschaftsspione unterwegs seien, verweist das Amt ins Reich der Legende: "Das ist definitiv falsch", so das Amt zum Handelsblatt.Elektronische Spionage erweist sich immer öfter als Vorstufe zur "klassischen" Spionage, indem derart Forschungsstand, Wissenschaftlernamen und Patentvorbereitungen erkundet werden, bevor die betreffenden Wissensträger kontaktiert werden. Tatsächlich finden schwerwiegende Fälle elektronischer Spionage immer wieder statt, wie das Bundesamt aus den Meldungen der Firmen schließt. Ein solch spektakulärer Fall aber wie im Jahr 2007, als sich chinesische Hacker Zugang zu Computern im Kanzleramt und im Wirtschafts- wie Forschungsministerium verschaffen konnten, wurde nicht wieder registriert.Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das den regierungseigenen Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB) mit 400 Bundesbehörden und 40 000 PCs betreibt, registriert "unverändert hohe" Angriffszahlen. Deshalb lässt sich der Bund die IT-Sicherheits-Vorsorge rund 70 Mio. Euro pro Jahr kosten. Der Bundesnachrichtendienst (BND) führt eine Liste chinesischer Stellen in Deutschland, die als Forschungsbüros getarnt angeblich Wirtschaftsspionage betreiben.Nicht nur Staaten wie China, Russland und Iran sind wegen ihrer Spionage aktenkundig. Auch befreundete Staaten sind im Visier der Ermittler: Frankreich und die USA gelten als die Hauptnationen dieser "Spionage unter Freunden", die sich vornehmlich auf dem Wirtschaftssektor abspielt. Am aktivsten ist dabei der US-Geheimdienst NSA (National Security Agency).Kritik der Politik an dem fehlenden Unrechtsbewusstsein der Chinesen wird dennoch selten laut. Auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sprach den mit Milliarden bezifferten Schaden bei seinem China-Besuch im vergangenen Dezember keineswegs an.Quelle: Rüdiger Scheidges und Hans Schürmann, 15.01.2010.  http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/firmenspionage-verfassungsschutz-sieht-hohes-risiko;2513095